Bibelstellen: Apostelgeschichte 6,1-7 • Apostelgeschichte 13,1-3
Theologischer Hintergrund
Die Ortsgemeinde ist ein missionarischer Vorposten in einer Welt, die der Erlösung bedarf. Berufen, die Initiative zu ergreifen, ist die Gemeinde eine missionarische Präsenz in ihrer eigenen Gemeinschaft und ein sendender Leib für die Mission in der ganzen Welt. Jede Gemeinde ist daher sowohl eine Institution als auch Teil einer Bewegung.
Das klassische Missionsmodell betonte, dass Gemeinden selbsttragend, sich selbst ausbreitend und sich selbst regierend sein sollten. Diese Vision der Ortsgemeinde als primärem Akteur der Mission fordert sowohl Passivität als auch Abhängigkeit heraus und ruft jede Gemeinde zur aktiven Teilnahme an Gottes Mission, sowohl lokal als auch global. Die Ortsgemeinde ist nicht einfach ein Gebäude oder eine Organisation, sondern eine Gemeinschaft von Gläubigen, die von Gott gesandt sind, um in ihrem Kontext Zeugen zu sein. Jede Gemeinde hat eine einzigartige Berufung, die auf ihrem Standort, ihren Gaben und Ressourcen basiert. Gleichzeitig sendet die Ortsgemeinde Missionare und unterstützt Missionsarbeit auf der ganzen Welt und nimmt so an der globalen Bewegung des Reiches Gottes teil.
Fragen zur Diskussion
1. Wie handelt Ihre Gemeinde als „missionarische Präsenz" in Ihrer Gemeinschaft bzw. wie könnte sie es tun?
Denken Sie über diese Frage nach und besprechen Sie sie in Ihrer Gruppe.
2. Wie ergreift Ihre Gemeinde die Initiative für Mission außerhalb Ihrer Gemeinschaft bzw. wie könnte sie es tun?
Denken Sie über diese Frage nach und besprechen Sie sie in Ihrer Gruppe.
3. Welche Ressourcen kann die weitergreifende Kirche für Ihre missionarischen Bemühungen bereitstellen?
Denken Sie über diese Frage nach und besprechen Sie sie in Ihrer Gruppe.
4. Wie können Sie sicherstellen, dass Ihre Missionsprogramme keine Abhängigkeit fördern?
Denken Sie über diese Frage nach und besprechen Sie sie in Ihrer Gruppe.